Der Ghostwriter hat sein Werk vollbracht – Möglichkeiten, Ihr Buch zu veröffentlichen

Sie haben einen lange gehegten Traum verwirklicht und halten nun das Manuskript für Ihr Buch in der Hand. Ihr Ghostwriter hat ganze Arbeit geleistet, Sie sind überglücklich mit dem Text und haben ihn wahrscheinlich schon mehrmals gelesen. Doch wie geht es nun weiter? Sie möchten Ihr Buch schnellstmöglich in den Regalen der Buchhändler sehen und es vielleicht auch online verkaufen.

Mit dem fertigen Manuskript liegt ein großer Schritt bereits hinter Ihnen, ein Schritt, an dem bereits viele scheitern, sodass vielversprechende Entwürfe in Schubladen oder auf Festplatten vergammeln. Alleine im deutschsprachigen Raum werden jedes Jahr Zigtausende Bücher geschrieben, von denen es nur ein ganz geringer Bruchteil tatsächlich in die Regale der Buchhändler schafft. Wenn Sie nicht schon einen Verlag an Ihrer Seite haben, der bereit ist, Ihr Buch zu veröffentlichen, liegt also noch ein großer Schritt vor Ihnen. Gerade bei Sachbüchern empfiehlt es sich, die Verlagssuche gleich an den Beginn des Projektes zu legen, damit auch Wünsche des Verlags gegebenenfalls mit berücksichtigt werden können.

Das eigene Buch über einen Verlag veröffentlichen

Einen Verlag zu finden, der das Buch veröffentlicht, ist zweifellos der Königsweg. Dieses Ansinnen ist aufgrund der großen Anzahl an jährlich unverlangt eingesandten Manuskripte allerdings auch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussehen mag. An dieser Stelle ist es mir wichtig zu betonen, dass ein Ghostwriter weder ein Verleger noch ein Literaturagent ist. Aufgabe eines Ghostwriters ist es, ein Buch für seinen Kunden, den Autor, zu schreiben, nicht mehr und nicht weniger. Die Verlagssuche ist Sache des Autors, bei der ich Sie als Ihr Ghostwriter zwar beratend unterstützen, sie aber niemals ganz übernehmen werde.

Als erstes müssen Sie sich einen Überblick über die Verlage verschaffen. Welche Verlage kommen für Sie und Ihr Buch überhaupt in Frage? Jeder Verlag hat ein Verlagsprogramm und es wäre unsinnig, beispielsweise einem Verlag, der nur Fachbücher verlegt, einen Ostfriesenkrimi anzubieten. Haben Sie die Auswahl einmal eingegrenzt, geht es nun darum, den Verlagen Ihr Buch zu präsentieren. Schicken Sie aber niemals unaufgefordert einfach Ihr ganzes Manuskript an einen Verlag, und schon gar nicht per E-Mail. So etwas funktioniert noch immer (meistens jedenfalls) am besten in Papierform per Post. Eigentlich alle Verlage beschreiben auf ihren Webseiten, was sie gerne von den Autoren hätten, die ein Manuskript anbieten möchten, und auch in welcher Form. Es ist sicher nicht zu Ihrem Nachteil, wenn Sie sich an diese Vorgaben halten. Auch sind sind noch ein paar Formalitäten zu beachten, wenn Sie verhindern möchten, dass Ihr Buchangebot ungelesen im Papierkorb landet. Viele Autoren von unverlangt eingesandten Manuskripten scheitern schon an der Form und Aufmachung ihrer Unterlagen, denn die Verlage haben es einfach nicht nötig, sich mit einem Manuskript unnötig viel Arbeit zu machen, die Flut davon ist ohnehin beinahe unüberschaubar.

Das Schreiben an einen Verlag besteht im Kern aus einem Anschreiben, einem Exposé Ihres Buches und einem aussagekräftigen Probekapitel. Anhand dieser Unterlagen wird entschieden, ob das Manuskript eine Chance bekommt oder auf dem Stapel für die Absagen landet.

Bei all diesen Tätigkeiten, angefangen mit der Auswahl von in Frage kommenden Verlagen, bis hin zum Verfassen von Anschreiben und Exposé und der Auswahl eines geeigneten Probekapitels, bin ich Ihnen als Ihr Ghostwriter gerne behilflich. Ist das Paket an Unterlagen erst einmal an den Verlag unterwegs, heißt es abwarten – und Sie werden etwas Geduld brauchen.

Fassen Sie auf keinen Fall nach und fragen beim Verlag an, ob Ihr Manuskript denn schon angekommen wäre, oder noch schlimmer, ob es denn schon gelesen wurde. Verlage bräuchten bei dieser Menge an erhaltenen Manuskripten wahrscheinlich eigene Call-Center, nur um ungeduldige Autoren auf dem aktuellen Stand der Dinge zu halten. Da Sie sowieso keine Auskunft bekommen würden, sparen Sie sich die Mühe und lassen die Leute vom Verlag ihre Arbeit machen. Der Verlag meldet sich bei Ihnen, wenn das Buch für eine Veröffentlichung in Frage kommt. Das kann allerdings Monate dauern. Manchmal bekommen Sie jedoch leider keine Info, wenn Ihr Werk im Papierkorb gelandet ist. Da hilft nur eines: abwarten.

Bekommen Sie eine Zusage, überprüfen Sie den Vertrag bitte genau, ob Sie nicht versehentlich an einen so genannten „Zuschusskostenverlag“ geraten sind. Bei solchen Zuschusskostenverlagen werden Sie vertraglich verpflichtet, einen großen Anteil der Produktionskosten Ihres Buches zu übernehmen, was in der Regel ein schlechtes Geschäft ist – dann lieber gleich Eigenverlag. Rechtliche Beratung kann und darf ich Ihnen als Ihr Ghostwriter jedoch nicht anbieten. Sollten Sie rechtliche Fragen im Zusammenhang mit Ihrem Buch und dessen Veröffentlichung haben, wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.

Ihr Buch im Eigenverlag

Sollten Sie keinen Verlag für die Veröffentlichung Ihres Buches gefunden haben, so ist dies noch kein Beinbruch, denn Sie können immer noch selbst verlegen. Vielleicht entscheiden Sie sich ja sogar sofort für einen Eigenverlag und überspringen den Schritt der Verlagssuche. Viele Autoren entscheiden sich ganz bewusst von Anfang an für einen Eigenverlag, darunter auch Autoren recht erfolgreicher Bücher, die kaum Probleme hätten, einen Verlag zu finden. Der Grund für diese Entscheidung ist häufig darin zu finden, dass diese Autoren die volle Kontrolle über ihr Buch behalten wollen.

Der Eigenverlag ist eigentlich relativ problemlos, hat jedoch den entscheidenden Nachteil, dass Sie sich als selbst verlegender Autor tatsächlich um alles selbst kümmern müssen, angefangen mit dem Lektorat, bis hin zum gesamten Marketing für Ihr Buch. Das ist eine ganze Menge Arbeit, die Sie nicht unterschätzen sollten. Grundsätzlich gibt es bezüglich dem Druck Ihres Buches zwei wichtige Möglichkeiten, die zu unterscheiden sind: Offsetdruck und Digitaldruck (Book on Demand).

Eigenverlag im Offsetdruck

Wenn Sie Ihr Buch im Offsetdruck herstellen möchten, funktioniert dies prinzipiell wie bei allen Verlagen auch. Beim Offsetdruck wird die komplette Auflage sofort gedruckt und geliefert. Sie sollten sich also vorher gut überlegen, wie viele Bücher Sie realistisch werden verkaufen können und so die Größe Ihrer Auflage festlegen. Und Sie sollten sich ein paar Gedanken über die Lagerung und Finanzierung dieser Auflage machen. Das klingt alles wahrscheinlich nicht ganz unproblematisch, dafür hat der Offsetdruck jedoch den Vorteil von sehr niedrigen Druckkosten.

Eigenverlag im Digitaldruck (Book on Demand)

Deutlich weniger Risiko gehen Sie ein, wenn Sie Ihr Buch im Digitaldruck (Book on Demand) verlegen. Hier wird jedes Buch erst dann gedruckt und geliefert, wenn es tatsächlich von jemandem bestellt wurde. Sie brauchen keine Auflage abzuschätzen, keinen Lagerplatz für die Bücher und keine Vorfinanzierung der Druckkosten. Im Grunde genommen ist diese Variante im Eigenverlag perfekt, allerdings sind die Druckkosten im Digitaldruck wesentlich höher als im Offsetdruck.

Ihr Buch als E-Book

Bei allen bisher besprochenen Varianten ist die zusätzliche Veröffentlichung Ihres Buches als E-Book, entweder sofort oder zeitlich etwas verzögert zur gedruckten Ausgabe, eine Option, die beinahe schon zum Standard geworden ist.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Ihr Buch von vornherein ausschließlich als E-Book zu veröffentlichen. Damit ersparen Sie sich so gut wie alles, die Verlagssuche, den Druck im Eigenverlag, die Lagerung, den Versand, und alle damit verbundenen Kosten.

Die erzielbaren Preise für ein E-Book liegen allerdings auch deutlich unter denen für ein gedrucktes Buch.

Was kann ich als Ghostwriter in diesen Belangen für Sie tun?

Als Ihr Ghostwriter kann ich sie bei der Verlagssuche, sowie beim Verfassen von Anschreiben und Exposé schreiberisch unterstützen. Bei allen anderen Entscheidungen wie Eigenverlag ja oder nein, Offsetdruck oder Book on Demand, E-Book ja oder nein, und wenn ja, wie, bin ich gerne beratend für Sie tätig.

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