Ein Sachbuch schreiben (lassen) – ganz am Anfang steht die Verlagssuche

Bei belletristischen Werken wollen Verlage im Normalfall das ganze Manuskript sehen, nicht als Bestandteil der Verlagsunterlagen, aber zumindest sobald Ihr Buch in die engere Wahl für eine Veröffentlichung kommt. Verlage zu kontaktieren, noch bevor die Endfassung Ihres Romans abgeschlossen ist, kann ein Schuss sein, der nach hinten losgeht. Ganz anders verhält es sich im Bereich der Sachbücher. Sachbuchautoren beginnen oft schon nach der Planungsphase ihres Buches mit der Suche nach einem passenden Verlag, der interessiert ist, das Manuskript zu kaufen. Es kommt dabei darauf an, sich zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Material auf die Suche zu machen. Verlage wollen bei Sachbüchern Konzepte und keine fertigen Manuskripte angeboten bekommen.

Die Unterlagen für die Verlagssuche für ein Sachbuch unterscheiden sich deshalb ein wenig von jenen für belletristische Werke. Im Kern bestehen sie aus einem ausführlichen und strukturierten Exposé mit einem aussagekräftigen Probekapitel. Auch eine detaillierte Marktanalyse gehört bei Sachbüchern in jedem Fall mit dazu. Der Sinn, einen Verlag schon vor der eigentlichen Manuskriptarbeit zu suchen, besteht darin, dass der Verlag noch Einfluss auf das Buch nehmen kann, solange es noch nicht fertig geschrieben ist. Möglicherweise passt es mit mehr oder weniger großen Anpassungen in eine bereits etablierte Reihe des Verlages, was für Sie als Sachbuchautor natürlich ein enormer Vorteil ist.

Normalerweise beschreiben Verlage auf ihren Internetseiten, welche Unterlagen sie konkret von Autoren erwarten, die ein Manuskript anbieten möchten. Grundsätzlich empfehle ich Ihnen, sich auf jeden Fall danach zu richten und genau die Unterlagen in genau der Form zu verschicken, die ein Verlag haben möchte. Auf jeden Fall benötigen Sie aber ein wirklich ausgereiftes Konzept und nicht bloß eine unausgegorene Idee. Dieses müssen Sie dann in einer verlagskonformen Weise präsentieren.

Das Sachbuch-Exposé

Ein Exposé für ein Sachbuch ist in aller Regel deutlich ausführlicher als das eines Romans. Da noch kein Manuskript vorliegt, muss es dem Lektor einen sehr viel tieferen Einblick in die Struktur und die Inhalte eines Sachbuches geben, als dies ein Roman-Exposé beim zugehörigen Roman tut. Auch hinsichtlich des Aufbaus unterscheidet sich ein Exposé für ein Sachbuch deutlich von dem eines Romans.

Sie brauchen zudem eine Beschreibung Ihres Themas und seiner Relevanz für Ihre Zielgruppe, die Sie ebenfalls ganz klar definieren sollten. Erläutern Sie die Herangehensweise Ihres Buches an das Thema und was der konkrete Nutzen für den Leser sein wird.

Die Gliederung

Ein sehr wichtiger Bestandteil eines Sachbuch-Exposés ist die Gliederung. Verwenden Sie dazu aussagekräftige Überschriften und nicht mehr als drei Ebenen. Im Idealfall fügen Sie jeder Überschrift noch eine kurze Beschreibung des Inhaltes hinzu.

Die Marktanalyse

Bei der Marktanalyse untersuchen Sie als Sachbuchautor den bereits bestehenden Buchmarkt in Ihrem Themenbereich. Führen Sie an, welche Bücher es zu Ihrem Thema bereits gibt und was Ihres von diesen unterscheidet. Verzichten Sie aber bitte darauf, dem Lektor mitzuteilen, er würde einen künftigen Bestseller in den Händen halten. Er kann das besser beurteilen als Sie.

Die Marktanalyse ist eine detaillierte Konkurrenzanalyse, bei der Sie Ihr eigenes Buch möglichst klar gegen die bereits bestehenden Werke abgrenzen. Die wichtigsten davon sollten Sie als Autor auch selbst gelesen haben. Gehen Sie bei dieser Analyse sehr sachlich vor und werten Sie die Konkurrenzwerke auf gar keinen Fall. Es geht darum, die tatsächlichen Unterschiede in der Positionierung herauszuarbeiten. Eine gute Ergänzung dazu ist es, die Alleinstellungsmerkmale Ihres Buches herauszuarbeiten und diese zusätzlich aufzulisten.

Der Probetext

Beim Probetext geht es in erster Linie darum, dem Lektor ein Bild des Stils des Autors zu vermitteln. In dieser Hinsicht unterscheiden sich Belletristik und Sachbücher kaum. Auch für das beste Konzept wird sich kein Verlag entscheiden, der nicht die Möglichkeit hat, zu sehen, wie ein Autor schreibt und wie der Stil des Buches aussehen wird. Mit dem Probetext beweist ein Autor, dass er das schriftstellerische Handwerk beherrscht und seine Versprechen auch einhalten kann. Wichtig dabei ist, dass der Text auch passend für die Zielgruppe geschrieben ist. Autoren, die sich nicht von ihrem an der Uni erlernten akademischen Schreibstil lösen können, haben dabei schlechte Karten.

Was ich als Ihr Ghostwriter für Sie tun kann

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Meine Aufgabe ist das Schreiben des Manuskriptes für Ihr Buch. Ich bin weder Lektor noch Literaturagent und übernehme nicht die Verlagssuche für Ihr Buch. Auch Beziehungen und Kontakte zählen hier nicht – Sie als Autor müssen es einem Verlag verkaufen. Auf Wunsch kann ich Sie aber gerne dabei unterstützen, speziell wenn es um den Probetext und die Gliederung geht. Keinesfalls übernehme ich die Marktanalyse für Ihr Sachbuch. Sie sind der Autor und damit der Experte in Ihrem Fachgebiet. Sie kennen (hoffentlich) auch den diesbezüglichen Buchmarkt und die wichtigsten darin agierenden Autoren. Um eine brauchbare Marktanalyse für Sie zu erstellen, müsste ich mich in die gesamte für Ihr Thema relevante Literatur einlesen – was Sie als Autor zu diesem Thema hoffentlich bereits getan haben. Irgendwo her müssen Sie ja schließlich wissen, ob es nicht genau Ihr Sachbuch längst schon von einem anderen Autor gibt.

Selbstverständlich mache ich Ihnen als Ihr Ghostwriter keinerlei Vorgaben hinsichtlich Ihrer Methoden beziehungsweise Ihrer Terminplanung bei der Verlagssuche. Auf Wunsch schreibe ich das Manuskript für Ihr Sachbuch auch ohne dass Sie bereits einen Verlag dafür gefunden haben. Es ist mir nur wichtig, Sie vorher auf diesen Sachverhalt hingewiesen zu haben, dass es von Vorteil sein könnte, dies vorher zu erledigen.

Haben Sie einen Verlag gefunden, dann stehen die Termine fest, Sie als Autor bekommen einen Vorschuss vom Verlag, mit dem Sie die Kosten für den Ghostwriter bezahlen können – und dieser macht sich dann mit Ihren und eventuellen Vorgaben des Verlages an das Schreiben des Manuskripts. Auf diese Weise muss niemand ein übertrieben großes Risiko eingehen.

Entscheidend für den Erfolg bei Ihrer Suche nach einem Verlag ist neben einer Portion Glück und dem richtigen Thema zum richtigen Zeitpunkt nicht nur Ihr Buch, um das es letztendlich geht, sondern auch die Professionalität der Unterlagen, mit denen Sie Ihr Buch dem Verlag präsentieren. Das sind Verkaufsunterlagen und kein Bewerbungsschreiben. Sehr viele unverlangt eingesendete Manuskripte landen im Papierkorb weil die Unterlagen einfach unprofessionell sind – ganz nach der Devise: Wenn schon die Unterlagen nichts wert sind, wie soll es dann mit dem Buch dieses Autoren anders sein?

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