Manuskriptprüfung und Autorenberatung

Ist die Rohfassung Ihres selbst geschriebenen Manuskriptes fertig, so ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem zum ersten Mal eine andere Person als der Autor selbst den Text zu Gesicht bekommt. Jeder Autor braucht einen ersten Leser, der sein Werk konstruktiv kritisiert, ihn auf eventuelle Mängel hinweist, die er dann in seinen Überarbeitungen berücksichtigen kann. Familie, Freunde und Bekannte scheiden dafür in den meisten Fällen aus, weil sie dem Autor zu wohlgesonnen sind, um ihn zu kritisieren, auch wenn es gerade diese Kritik wäre, die ihm sehr helfen würde.

Gerade für unerfahrene Autoren ist die konstruktive Kritik und Hilfestellung eines Außenstehenden oft sehr hilfreich, um das eigene Manuskript damit dann selbst in den folgenden Überarbeitungen zu korrigieren und zu verbessern. Konstruktive Kritik aus meiner Sicht ist so ausführlich und konkret, dass der Autor damit arbeiten kann, jedoch auch so einfühlsam und auf Augenhöhe, dass er nicht das Gefühl hat, es ginge nur darum, seine Arbeit über Monate oder Jahre zunichte zu machen. Die ideale Kritik ist eine Hilfestellung eines Kollegen, von einem Fachmann, der dazu beiträgt, eventuelle Schwächen zu finden und damit das Manuskript noch besser zu machen.

Trotzdem sollten Sie, auch wenn es nach der langen Arbeit am Manuskript schwer fällt, das geht jedem so und ist völlig normal, ein gewisses Maß an Kritik vertragen. Es geht nicht um Verriss, es liegt mir fern, so etwas zu tun, aber Autoren, die von mir nur hören wollen, sie hätten einen künftigen Bestseller verfasst, sollten sich selbst und auch mir die Mühe sparen, denn das wird nicht passieren. Meine Aufgabe als erster Leser Ihres Manuskriptes ist es, Ihnen zu sagen, wo es in Ihrem Manuskript hakt und was Sie vielleicht noch besser machen könnten – und das werde ich tun. Sicher, vieles davon ist sicherlich auch nur eine Geschmacksfrage, aber sehen Sie meine Kritik einfach als unverbindliche Ratschläge. Sie können diese in Ihrem Manuskript umsetzen, müssen es aber nicht.

Beurteilung des Manuskripts und Autorenberatung

Um Ihre Arbeit zu beurteilen und Ihnen hilfreiche Tipps für die weitere Bearbeitung geben zu können, lese ich Ihr Manuskript komplett durch. Gerne können es auch einzelne Kapitel oder Abschnitte sein, aber je besser ich das Buch als Ganzes kenne, desto besser kann ich mir auch ein Bild von dessen Stärken und Schwächen machen. Sie bekommen von mir dann eine ausführliche schriftliche Stellungnahme zu Ihrem Text, dessen Aufbau, der Verständlichkeit, Überleitungen, Logik, Stil, Sprache und vielem mehr. Meine Anregungen und Vorschläge können Sie dann nach eigenem Ermessen in Ihr Manuskript einfließen lassen, oder auch nicht. Wichtig dabei ist mir an dieser Stelle allerdings zu erwähnen, dass dies kein Lektorat ist, denn das kommt erst später, nämlich nach Ihrer letzten Überarbeitung des Manuskripts als Autor.

Ich kann von mir behaupten, professioneller und erfahrener Autor zu sein. Ich habe in meinem Leben sehr viel geschrieben und ein Vielfaches davon gelesen. Ich weiß, was funktioniert und was nicht, ich verstehe mein Handwerk. Ich bin allerdings kein Lektor und biete hier auch kein Lektorat an. Betrachten Sie mich einfach als erfahrenen Kollegen, der Ihnen und Ihrem Buch sehr wahrscheinlich weiterhelfen kann.

Mein Fokus bei dieser Manuskriptprüfung liegt auf dem schriftstellerischen Handwerk. Mir geht es dabei also weniger darum, was Sie in Ihrem Buch erzählen, sei dies nun ein Roman, eine Autobiografie oder auch ein Sachbuch, sondern vielmehr wie Sie das als Autor tun. Dabei bin ich Ihr erster Leser und habe einen völlig unvoreingenommenen ersten Kontakt mit Ihrem Werk. Ich muss Ihnen dabei nicht schmeicheln, weil wir nicht befreundet sind und ich um unsere Freundschaft fürchte – genauso wenig habe ich auch nur den geringsten Anlass, Ihr Manuskript in irgendeiner Weise schlecht zu machen. Als neutraler Außenstehender betrachte ich Ihr Buch, wie es auch Ihre künftigen Leser tun würden, wohlwollend aber unvoreingenommen.

Abhängig davon, um welche Gattung es bei Ihrem Manuskript handelt, achte ich darauf, ob ich Ihre Inhalte verstehe und ob mich das Weiterlesen reizt. Ich habe ein Auge auf Ihre Charaktere und deren Entwicklung, ich achte auf den Spannungsbogen und sage Ihnen, ob er funktioniert oder nicht, und falls nein, warum das so ist. Ich sehe mir Ihren Einstieg und die Überleitungen an, die den Leser zum Weiterlesen verführen sollen. Ich achte auf Ihre Beschreibungen und darauf, ob und wie Sie die Sinne des Lesers ansprechen. Sie bekommen von mir ein Feedback in schriftlicher Form mit allem, was mir hinsichtlich der schriftstellerischen Umsetzung Ihres Manuskriptes auffällt und, sofern möglich, was ich daran verändern würde. Der Umfang dieses Feedbacks liegt im Durchschnitt bei etwa zehn Normseiten, kann aber durchaus davon abweichen, abhängig davon, was es zu Ihrem Handwerk als Autor alles zu sagen gibt. Dabei mache ich keinerlei Änderungen an Ihrem Manuskript, den Feinschliff machen Sie nach eigenem Ermessen anhand meines Feedbacks selbst.

Die Kosten für diese Dienstleistung betragen 3 Euro pro Normseite (Eine Normseite entspricht 1.500 Anschlägen inklusive Leerzeichen) und liegen damit auch weit unter den Kosten für ein Lektorat.

Häufig ergibt sich daraus eine längerfristige Zusammenarbeit zwischen den Autoren und mir, was mich natürlich sehr freut. Oft melden sich Autoren nach einer Manuskriptbeurteilung und der darauf folgenden eigenen ersten Überarbeitung des Textes wieder bei mir und es entsteht eine rege Zusammenarbeit am Feinschliff des Manuskriptes. Das ist ein sehr schöner und spannender Prozess, in dem ich Ihnen gerne beratend zur Seite stehe.Von recht wenigen Autoren höre ich nach meinen schriftlichen Ratschlägen allerdings nie mehr etwas, was wahrscheinlich diejenigen sind, die sich durch meine Kritik auf den Schlips getreten gefühlt haben. Falls dem so ist, tut es mir natürlich leid, denn mein Feedback zu einem Manuskript war und ist immer in bester Absicht und nach bestem Wissen und Gewissen, ganz im Sinne des Autors. Trotzdem ist und bleibt auch konstruktive Kritik immer noch eines, nämlich Kritik.

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