Warum ich Ihnen als Ghostwriter keine Referenzen nennen kann und das trotzdem kein Problem ist

Immer wieder werde ich bei den Gesprächen mit Autoren, die sich für mich als den Ghostwriter ihres Buches interessieren, nach Referenzen gefragt, nach Büchern oder anderen Texten, die ich bereits für andere als Ghostwriter geschrieben hätte. An diesem Punkt kommt immer die etwas schwierige Erklärung, dass dies aus Gründen der Diskretion gegenüber meinen bisherigen Kunden nicht möglich ist. Ich kann schließlich schlecht einerseits Stillschweigen vereinbaren, und die Sachen dann andererseits an jeden weiterleiten, der mich danach fragt. Die vereinbarte Diskretion hat für mich stets Vorrang – ich glaube, die meisten verstehen das. Viele möchten sich damit auch ein Bild meines Schreibstils machen, was bei den Arbeiten eines Ghostwriters jedoch irgendwie sinnlos ist.

Trotzdem habe ich natürlich auch Verständnis für die Situation des Autoren, der auf der Suche nach einem passenden Ghostwriter für sein Buch ist. Angesichts der Honorare, die ein Ghostwriter für ein Manuskript verrechnet, die für den Aufwand, ein ganzes Buch zu schreiben, natürlich auch gerechtfertigt sind, will der Autor einfach sicher sein, dass er auch bekommt, was er haben möchte. Das ist eine finanzielle Größenordnung, bei der niemand gerne die Katze im Sack kauft. Um dieses Problem, das eigentlich gar keines ist, zu beheben, habe ich Ihnen hier ein paar Informationen zusammengestellt.

Warum Sie sich anhand von Referenzprojekten kein Bild über den Schreibstil Ihres Ghostwriters machen können

Ein sehr wichtiger Aspekt beim Schreiben von Büchern als Ghostwriter für einen Auftraggeber ist es, sich als Ghostwriter an der Persönlichkeit und dem Stil dieses Auftraggebers zu orientieren und diesen im Manuskript möglichst nahe zu kommen. Das klingt wesentlich einfacher als es tatsächlich ist, wenn ein Ghostwriter seine Arbeit aber gut macht, werden Sie in seinen Arbeiten nicht seinen eigenen Stil, sondern den des Auftraggebers, des offiziellen Autors des Buches, wiedererkennen. Beispielsweise ist der Stil eines Finanzratgebers ganz ein anderer, als jener in einer vom selben Ghostwriter verfassten Biografie eines früheren Drogensüchtigen. Auch Ihr Buch wird sich diesbezüglich von allen meinen bisher geschriebenen deutlich unterscheiden, ganz einfach weil Ihre Persönlichkeit als Autor und Ihre Herangehensweise an Ihr Thema, an denen ich mich beim Schreiben orientiere, in jedem Fall einzigartig sind. Selbst wenn Sie alles lesen würden, was ich bisher geschrieben habe, wären Sie hinterher, was Ihr eigenes Buch betrifft, genauso schlau wie vorher.

Diskretion – Vereinbarungen über das Stillschweigen eines Ghostwriters

Vereinbarungen über Stillschweigen und Diskretion in einem Vertrag mit einem Ghostwriter sind Standard. Das ist im Sinne des Auftraggebers und von den meisten davon auch ausdrücklich gewünscht. Für mich als Ghostwriter bedeutet das allerdings, dass ich mit meinen Arbeiten keine Werbung machen kann, so gerne ich es auch tun würde, ohne dadurch vertragsbrüchig zu werden. Deshalb werde ich Ihnen mit Sicherheit keine Referenztitel nennen – und ich bin mir relativ sicher, sollte Ihr Buch sich irgendwann auch in der Liste meiner Werke finden, werden sehr wahrscheinlich auch Sie darauf bestehen, dass ich es potenziellen Autoren nicht als Referenzprojekt nenne.

Machen Sie sich ein Bild von Ihrem potentiellen Ghostwriter über die Webseite

Auf meinen Webseiten befinden sich immer recht große Mengen an Text. Nun, ich gehe nicht davon aus, dass sich jemand tatsächlich die Mühe macht, das alles von vorne bis hinten durchzulesen, aber ich möchte mir wiederum schon die Mühe machen, für jedes wichtige Anliegen, das meine Arbeit für Sie betrifft, eine Antwort bereitzustellen.

Außerdem haben diese Texte noch einen weiteren, einen tieferen Sinn, als die reine Bereitstellung von Informationen. Ich möchte Ihnen als Besucher meiner Webseite die Möglichkeit geben, sich ein Bild von mir und meiner Arbeit zu machen. Oft werde ich gefragt, wie ich denn formulieren würde, eine Frage, für die ich selbst noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe, außer: „Lesen Sie doch bitte ein paar meiner Texte und sehen Sie selbst“.

Das liefert natürlich erst einmal nur ein ganz grobes Bild meiner Arbeit als Schreiber, denn die Texte auf meiner Internetseite sind selbstverständlich anders geschrieben, als die meine Bücher. Jeder Text hat seinen Zweck, seine Zielgruppe und damit auch seinen eigenen Stil. Insofern dürfen Sie sich Ihr Buch natürlich nicht im Stil meiner Webseiten vorstellen – trotzdem ist das noch eine der vernünftigsten Antworten, die ich auf die (ehrlich gesagt etwas dilettantische) Frage, wie ich denn formulieren würde, auf Anhieb geben kann.

Ihr eigenes Buch als Referenz

Es gehört ebenfalls zur Arbeit eines Ghostwriters, einem Buch, dass er für einen Autor schreibt, dessen Stil und Persönlichkeit zu geben. Das gelingt zwar nicht immer gleich gut, ist aber trotzdem das Ziel bei der Manuskriptarbeit für einen Auftraggeber. Schon alleine deswegen sind andere Bücher als Referenzen zumindest irgendwie fragwürdig, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass Ihr Stil und Ihre Persönlichkeit als Autor mit einem davon zufällig übereinstimmt. Sehr wahrscheinlich wird Ihr Buch als das Produkt aus Ihren Erzählungen und Ihrer Persönlichkeit eine ganz eigene Stimme haben, nämlich Ihre. Wäre es deshalb nicht der Idealfall, wenn Sie als Referenz, beziehungsweise als Probetext ein paar Seiten aus Ihrem eigenen Buch lesen könnten?

Ganz am Anfang unserer Zusammenarbeit für Ihr Buch, nachdem wir unsere Gespräche geführt haben und ich mit der Manuskriptarbeit begonnen habe, bekommen Sie von mir die ersten drei Normseiten aus Ihrem Manuskript zur Ansicht. Zu diesem Zeitpunkt lassen sich sprachliche Änderungswünsche Ihrerseits noch sehr leicht umsetzen – und sollten Sie mit meiner Arbeit überhaupt nicht zufrieden sein (was noch nie vorgekommen ist) ließe sich die Zusammenarbeit auch recht schmerzlos für beide Seiten beenden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nicht sehr viel für Sie geschrieben, und die bis dahin angefallenen Kosten sind noch recht gering. Sie haben aber trotzdem ein Stück Text Ihres eigenen Buches aus meiner Feder in der Hand, anhand dessen Sie sich entscheiden können, ob Sie Ihr Buch mit mir zu Ende schreiben möchten, oder ob Sie die Zusammenarbeit beenden möchten, weil Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Meiner Meinung nach ist das besser, als jede Referenz.

Diese Entscheidung habe ich allerdings nur einmal pro Buch vorgesehen, und zwar ganz am Anfang. Entweder ich schreibe dann Ihr Buch für Sie, oder Sie entscheiden sich gegen eine weitere Zusammenarbeit und begleichen lediglich den relativ geringen bisherigen Aufwand. Ich finde, das ist eine sehr faire Lösung für uns beide und bietet Ihnen ein großes Maß an Sicherheit, die für Sie richtige Entscheidung zu treffen.

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